"Ich fordere jeden, der mit mir arbeitet. "

Josef Reiter, Bürgermeister-Kandidat

Bürgermeister-Kandidat Josef Reiter

Interview vom Januar 2026

Hallo Josef, die Allmannshoferinnen und Allmannshofer sind neugierig auf den neuen Bürgermeisterkandidaten. Möchtest Du zunächst etwas zu Deiner Peron sagen?

Gerne. Ich bin 56 Jahre alt, ledig, gebürtiger Allmannshofer. Ich bin verwurzelt mit Allmannshofen, meine Eltern waren auch schon immer hier. Ich wohne am Anfang der Lauterbacher Straße, dort habe ich alles, was ich früher für die Landwirtschaft gebraucht habe.

Ich bin in Allmannshofen geblieben, weil ich die Ruhe hier am Ort immer schon zu schätzen gewusst habe.

In meiner Freizeit mache ich Fitness und berate Bands bei verschiedenen Labels. 

 

In dem „Kandidaten-Flyer“ der efa hast Du dich mit „Vom Industrieschlosser zum Chemikant“ kurz selbst charakterisiert. Du hast Dich also auch beruflich über die Jahre weiterentwickelt. Was kannst Du uns über Deinen Job und Deinen Werdegang berichten?

Ich habe mit 15 Jahren eine Lehre zum Betriebsschlosser bei der Augsburger Kammgarn-Spinnerei begonnen und bin bis zur Schließung, ich glaube, das war 1991, dort geblieben.

Danach habe ich bei GIWA bis 1993 als Schlosser gearbeitet. Ich war dort unter anderem auch für Sicherheit und Brandschutz zuständig.

Anschließend bin ich zu Höchst nach Gersthofen gewechselt, dort blieb ich bis 2001. Bei Höchst habe ich mich dann für eine Weiterbildung zum Chemikanten entschieden, ich wollte einfach noch mehr können und wissen.

Nach meiner Zeit bei Höchst bin ich beruflich nach Langweid gewechselt und arbeite seit dem bei Archroma. Eine Zeit lang hieß unsere Firma noch Ciba, danach Huntsman. Wir stellen Flammschutzmittel, Bleichmittel und Spezialchemikalien her und sind weltweit aktiv. Ich war voher Vorarbeiter, und nehme gelegentlich die Teamleitungsfunktion wahr.

Außerdem bin ich dort bei der Werksfeuerwehr unter anderem als Atemschutzträger und Maschinist, und leiste des Öfteren Bereitschaftsdienste.

 

Klingt nach viel Arbeit. Wie erholst Du dich nach einer harten Arbeitswoche?

Ich treffe gerne Leute, auch viele langjährige Freunde. Viele habe ich über die Musik kennen gelernt. Wie der Eine oder die Andere weiß, stecke ich ja doch recht intensiv in der Musikszene.

Außerdem mache ich viel Sport, vor allem Fitness und Krafttraining.

 

Klingt auch hier nach viel Arbeit. Auch als Bürgermeister hast Du viel zu tun. Wie bist Du auf die Idee gekommen, Dich auf die neue Nominierungsliste schreiben zu lassen und sowohl als Bürgermeisterkandidat als auch als Kandidat für den Gemeinderat ins Rennen zu gehen?

Überall außen rum bewegt sich was, es gibt viele neue Listen für die Gemeinderatswahlen  in ganz Bayern. Den Leuten ist Demokratie wohl gerade wieder besonders wichtig. Ich hatte das Gefühl, dem Ort fehlt was, wir haben ja schon sehr lange nur noch eine Liste für die Gemeinderatswahl. Außerdem, und das ist das Wichtigste, habe ich ab jetzt wieder etwas mehr Zeit durch etwas weniger Arbeit. Dadurch kann ich mich wieder mehr für das Allgemeinwohl engagieren.

 

Solltest Du am 08. März zum Bürgermeister gewählt werden: Wie sieht für Dich die ideale Gemeinderatsarbeit aus?

Ich erwarte, dass sich jeder der neuen Gemeinderäte in die Themen einarbeitet und einbringt -und im Zweifel auf alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger zugeht. Das muss ich als Bürgermeister mit einem starken Gemeinderat im Zweifel nicht immer selbst erledigen.

Außerdem fordere ich jeden, delegiere gerne und gebe Verantwortung vertrauensvoll ab. Was ich will, ist kein Gejammer, sondern lösungsorientierte Vorschläge. Das klingt vielleicht hart, aber ich fordere jeden. Auf der anderen Seite erwarte  ich aber unbedingt auch Widerworte meiner Gemeinderäte, wenn ich mit meinen Ideen falsch liege.

Aber manche Themen kommen doch „von oben“ oder sind Routine für Bürgermeister und Gemeindetrat?

Umso besser, wenn wir bei manchen Themen nicht diskutieren müssen, dann bleibt uns mehr Luft für die spannenden Themen. Wichtig ist, dass wir uns alle mit allen Themen auseinandersetzen.

Wenn morgen Maifeier wäre…

…würde ich sofort zum Telefon greifen und schauen, ob ich noch irgendwoher eine Liveband organisiert bekomme. Auch die kleine Tombola des Kindergartens kann ich mir auf so einem Fest etwas größer gut vorstellen, wäre sicher eine Gaudi.

Allen Vereinen und Gruppen sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich bei einem solchen Fest zu präsentieren. Beispielsweise die Feuerwehr mit einer „Übung“ für alle Kinder oder der Obst- und Gartenbauverein mit einem „Blumenratespiel“. Dieses Vereinsthema kann ich mir auch gut für den Johanni-Markt vorstellen.

Außerdem möchte ich, dass möglichst alle Bürger mitfeiern, vor allem auch die Neuen am Ort. 

Um die ins Boot zu bekommen, würde ich sie nach ihrem Zuzug nach Allmannshofen persönlich begrüßen, vorstellbar für mich wäre auch ein Neubürgerempfang.

 

Möchtest Du den Bürgern ansonsten noch etwas mit auf den Weg geben?

Als Allererstes wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl. Was politisch los ist, geht jeden etwas an.

Das ist auch der Grund, warum wir die Idee mit der Homepage als Möglichkeit der Beteiligung für alle Bürger schaffen wollen. Für speziell diese Idee geht mein Dank an efa, eine tolle Truppe mit mega Ideen für unser Dorf.

Ich möchte, dass das, was unsere Vereine und Gruppen verbindet -damit meine ich Zusammenhalt, Ehrenamt und Einsatz-, wieder alle Allmannshofer beseelt und damit wieder mehr Schwung in den Ort kommt.

Ich werde als Bürgermeister oder als Gemeinderat immer ein offenes Ohr haben, stehe jedem Rede und Antwort. Deswegen bin ich auch dafür, die Bürgerversammlung öfter im Jahr stattfinden zu lassen. Eine große wie bisher, mit Zahlen, Daten, Fakten und vielleicht zwei kleinere, um im größeren Kreis anstehende Dinge zu diskutieren.

Zuletzt kann und muss ich eine Sache versprechen: Ich werde im Laufe der nächsten Legislatur  vermutlich jede Bürgerin und jeden Bürger mindestens einmal politisch enttäuschen: Große Aufgaben warten für unsere kleine Gemeinde, und man kann mit Entscheidungen nicht jedem gerecht werden, man kann sie aber gut begründen. 

Wow, ein schönes Schlusswort Josef, vielen Dank für das Interview.

 

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